Girokonto: Sparda-Bank West ab 1. Juli kostenpflichtig

Bisher war das Girokonto der Sparda-Bank West kostenlos. Doch nun folgt auch die Sparda West dem allgemeinen Trend. Ab dem 1. Juli 2018 kostet das SpardaGiro mindestens 2,50 Euro im Monat. GiroGuiDE nennt Ihnen Alternativen.

Sparda-Bank West: Girokonto ab Juli kostenpflichtig

„Es war einmal“: so fangen bekanntlich alle halbwegs guten Märchen an. Mittlerweile taugt die Einleitung auch bestens für Girokonten. Denn kostenlose Konten gibt es immer weniger. Zum Sommer führt nun die Sparda-Bank West mit Sitz in Düsseldorf Gebühren ein. Das bisher kostenlose SpardaGiro bekommt zum 1. Juli 2018 gleich zwei Nachfolger. Erstens das SpardaGiro Online. Bei reiner Onlinenutzung gibt es dieses Girokonto weiterhin kostenlos. Allerdings nur, wenn Monat für Monat Rente oder Gehalt eingehen. Ohne diese Eingänge erhebt die Sparda West dagegen pro Monat 2,50 Euro. Auch bei beleghaften Überweisungen fallen jeweils 1,50 Euro extra an. Gleiches gilt für das Einrichten bzw. Ändern von Daueraufträgen.

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Zweitens das SpardaGiro Flex. Dieses kostet generell 2,50 Euro im Monat. Wenn wieder Lohn oder Rente eingehen. Ohne solche Eingänge kostet das SpardaGiro Flex noch mal 2,50 Euro pro Monat extra. Also 5,00 Euro im Monat. Dafür sind beim SpardaGiro Flex beleghafte Überweisungen und Co. inklusive. Bei beiden Konten kostet obendrein die BankCard (Girocard) fortan zwölf (bisher zehn) Euro im Jahr bzw. einen Euro pro Monat.

SpardaGiro: Gründe für höhere Gebühren

Ausgenommen von den neuen Gebühren ist einzig das Konto für Schüler, Azubis sowie Studenten zwischen zehn bis 26 Jahren. Hier berechnet die Sparda West weder Gebühren für die Kontoführung noch für die BankCard.

Die Gründe für die neuen Kontomodelle klingen bekannt. Zum einen die aktuelle Null-Zins-Politik der EZB. Sowie zum zweiten die Digitalisierung. Die Sparda-Bank West leidet zudem aufgrund ihres Geschäftsmodells an einem quasi hausgemachten Problem. Denn die insgesamt zwölf deutschen Sparda-Banken setzen allein auf Privatkunden. Entsprechend sind die Einlagen bei den Genossenschaftsbanken besonders hoch. Parken diese jedoch Geld bei der Europäischen Zentralbank, kostet das einen Strafzins von derzeit 0,4 Prozent.

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Sparda-Bank West-Chef Manfred Stevermann:

„Als Genossenschaftsbank streben wir nicht nach dem maximal möglichen Gewinn. Aber auch wir müssen kostengerecht wirtschaften.“

Der Sparda-Bank West fehlen Gewinne

Den Kosten standen mit dem alten Kontomodell jedenfalls kaum Gewinne gegenüber. Trotzdem will die Sparda-Bank West in ihren rund 70 Filialen weiterhin persönliche Beratung bieten. Zumal die Sparda-Bank West nicht die erste Sparda-Bank mit kostenpflichtigen Girokonten ist. Die Sparda-Bank Berlin sowie die Sparda-Bank Münster erheben schon seit einiger Zeit Kontoführungsgebühren.

Wobei das Girokonto der Sparda West bisher gar nicht wirklich kostenlos war. Tatsächlich gab es Anfang 2017 sogar Ärger wegen dem angeblich kostenlosen Girokonto. Weil die Bank zwar keine Gebühren für die Kontoführung, aber sehr wohl zehn Euro im Jahr für die Girocard erhob. Die Sparda-Bank bewarb ihr Konto dennoch als kostenlos. Dagegen ging die Wettbewerbszentrale an und bekam vor dem LG Düsseldorf auch Recht.

Quelle: sparda-west.de

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