KontoCheck 2018/08: Tagesgeld, Bonus, Basiskonto

Der letzte KontoCheck ist ein Weilchen her, getan hat sich daher einiges. Die ING-DiBa zum Beispiel schreibt seit neuestem ein Mindestbetrag beim Geldabheben vor. Dafür gewährt die Bank richtig dicke Zinsen auf Tagesgeld.

KontoCheck

Zinsen auf Tagesgeld: ING-DiBa & Santander

Bei den Girokonten selbst ändert sich nicht allzu viel. Dafür beim Tagesgeld. Die ING-DiBa lockt – wohlgemerkt in Zeiten der Null-Zinsen – mit satten 2,0 Prozent. Das Aber folgt leider prompt. Denn der Zins gilt…

  1. nur für Neukunden
  2. bis 25.000 Euro Einlage
  3. und maximal vier Monate.

Nach den vier Monaten gilt der variable Zinssatz – von gerade mal 0,01 Prozent. Also quasi nichts. Immerhin: Girokonto und Tagesgeldkonto sind bei der ING-DiBa* kostenlos. Apropos ING-DiBa: Seit neuestem gilt bei der Direktbank beim Abheben von Bargeld ein Mindestbetrag von 50 Euro. Bei weniger Guthaben auf dem Konto sind aber auch kleinere Beträge möglich. Aber eben nur dann.

Ansonsten gibt es auch bei der Santander Neues zum Thema Tagesgeld. Fortan bieten die Spanier nur noch 0,05 Prozent, womit der Zins von ehemals 0,1 Prozent halbiert ist.

Girokonto: Commerzbank PremiumKonto teurer

Bei der Commerzbank ist wiederum fortan das PremiumKonto teurer. Statt wie bisher 9,90 Euro kostet dieses nun 12,90 Euro im Monat. Die Preiserhöhung war jedoch schon im April offiziell und ist nun lediglich umgesetzt. Im Fazit zahlen Kunden für das PremiumKonto nun jedenfalls ganze 154,80 Euro pro Jahr, die Leistung bleiben indes die gleichen. Laut Commerzbank ist (war) das Konto übrigens „frist- und kostenlos“ kündbar. Tipp: Sind Sie betroffen, finden Sie hier unsere Testsieger KOSTENLOSER Girokonten.

Die zwei anderen Girokonten der Commerzbank sind übrigens nicht betroffen. Das Commerzbank KlassikKonto kostet nach wie vor 4,90 Euro im Monat bzw. 58,80 Euro im Jahr. Das kostenlose Girokonto gewährt die Bank wiederum ab 1.200 Euro Einkommen pro Monat. Das geht besser: Hier kostenlose Konten ohne Wenn und Aber.

Willkommensbonus: 1822direkt zahlt weniger

Auch beim Willkommensbonus gibt es eine Änderung, leider in die negative Richtung. Statt wie bisher 120 Euro zahlt 1822direkt* nur noch 100 Euro Willkommensbonus. Dennoch lohnt das Girokonto der Direktbank nach wie vor, ist dieses doch kostenlos. Selbstredend nur bei reiner Onlineführung. Allerdings muss dafür mindestens eine Gutschrift im Monat erfolgen. Die Höhe: egal. Es können ein Cent, ein Euro oder 1.000 Euro sein.

Bargeld gibt es ebenfalls kostenlos. Und zwar an allen Automaten der Sparkasse. Freilich kein Wunder, ist 1822direkt doch ein Ableger der Frankfurter Sparkasse. Entsprechend ist auch die SparkassenCard gratis. Eine Kreditkarte kostet dagegen 29,90 Euro im Jahr, ab 4.000 Euro Umsatz pro Jahr ist diese gratis.

Tipp: Hier finden Sie weitere Konten mit Startguthaben. Beim Testsieger winken Ihnen sogar bis zu 200 Euro Prämie. Bei 1822direkt können Sie Ihre Prämie außerdem aktiv aufstocken. Denn jede erfolgreiche Weiterempfehlung belohnt die Direktbank mit 50 Euro.

Basiskonto: 6 sind nach wie vor kostenlos

Bei den Basiskonten bleibt alles beim alten. Obwohl viele Banken gerade hier kräftig kassieren, sind sechs Basiskonten (bei reiner Onlineführung) nach wie vor kostenlos. Unsere Testsieger sind

Beim Testsieger kostet die Kreditkarte zwar 20 Euro im Jahr, dafür bietet die Deutsche Skatbank einen unschlagbaren Dispo von gerade mal 4,18 Prozent. Dispo? Tatsächlich ist der Überziehungskredit selbst bei einem Basiskonto möglich, wenn auch nicht die Norm. Dennoch gewähren manche Banken bei Bonität bzw. einem regelmäßigen Geldeingang selbst bei einem Basiskonto einen Dispokredit.

Wichtig: Das Basiskonto ist eigens zu beantragen. Nach Kontoeröffnung müssen Sie Ihre Bank bitten, das Konto in ein Basis- bzw. Guthabenkonto zu wandeln. Den nötigen Antrag finden Sie in der Regel auf der Website Ihrer kontoführenden Bank.

Geschäftskonto: Bei Holvi sind es nun vier

Zuletzt gibt es ein paar Neuerungen bei den Konten für Selbstständige und Freiberufler. Holvi zum Beispiel unterteilt seine bisher zwei Geschäftskonten nun in vier. Statt dem Holvi Basic-Konto sowie dem Holvi Pro-Konto bietet die Bank nun diese vier Optionen:

Das Starter-Konto ist kostenlos und enthält pro Monat fünf Überweisungen kostenlos. Danach kosten diese 25 Cent. Beim Grower-Konto (9,00 Euro/Monat) sind 50 Überweisungen im Monat kostenlos, danach fallen wieder 25 Cent an. Bei Complete und Unlimited sind Überweisungen generell und ohne Limit kostenlos, dafür kosten diese Konten 18,00 bzw. sogar 98,00 Euro im Monat. Unterschiede gibt es vor allem bei der Anzahl der ausgestellten Kreditkarten. Beim Konto Grower kostet diese 36 Euro im Jahr, bei den drei kostenpflichtigen ist die Holvi Business MasterCard gratis. Und zwar eine Karte beim Konto Grower, fünf beim Konto Complete und eine unbegrenzte Anzahl beim Konto Unlimited. Davon ab bieten Complete und Unlimited weitere (Unter)Konten: fünf beim Konto Complete, beim Konto Unlimited gibt es wieder keine Limitierung.

Eine weitere Neuerung gibt es bei den Geschäftskonten der Deutsche Skatbank. Statt wie bisher 6,17 Prozent verlangt die Skatbank für den Dispo nun einen Sollzins von 6,18 Prozent. Apropos: Hier unsere Testsieger für das private Girokonto mit dem besten Dispozins.

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